Geschichte und Struktur

der AG Hospiz in der Evangelische Kirche in Hessen Nassau (EKHN)

Im November 1996 wird die AG Hospiz in der EKHN in Arnoldshain gegründet. Vorläufer waren zwei Arbeitskreise. Dieser Start verbindet sich mit den Namen Eva-Maria Bangel, Gottfried Bickel, Doris Hechler, Helgard Kündiger, Ruth-Maria Oettinger, Erika Ritter, Veronika Surau-Ott.

Von Beginn an wird die AG Hospiz durch ein Leitungsgremium zunächst „Sprecherinnenrat“ - jetzt „Leitungsausschuss“ - geleitet und vertreten.

Die Anbindung der AG Hospiz an die Gesamtkirche wird formal durch den zuständigen Fachreferenten des ZSB (Zentrum Seelsorge und Beratung) gewährleistet, der als ständiges beratendes Mitglied im Leitungsausschuss mitarbeitet und die Kirchenleitung vertritt.

Jährlich werden zwei bis drei Mitgliederversammlungen durchgeführt, um die Vernetzung der Mitgliedsgruppen zu fördern und die ehrenamtliche Basis der Hospizarbeit zu stabilisieren.

Die AG Hospiz bietet regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen an. Hier sind vor allem die jährlichen Arnoldshainer Hospiztage zu nennen (22. Tagung 2012). Besonders hervorzuheben sind auch zwei Langzeitfortbildungen zur ehrenamtlichen Trauerbegleitung, die seinerzeit von der AG Hospiz organisiert und von der Landeskirche maßgeblich gefördert wurden.

Schon bald gelingt es der AG Hospiz, eine finanzielle Basis für Projektarbeit durch die Aufnahme in den gesamtkirchlichen Kollektenplan zu schaffen. Die Vergabe dieser Kollektenmittel erfolgt entsprechend den von der AG Hospiz erarbeiteten und von der Kirchenleitung genehmigten Vergaberichtlinien.

1997 wird das Curriculum zur Qualifizierung von ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und –helfern erarbeitet und standardisiert.

Im Jahre 2003 wird die Satzung der AG Hospiz von der Kirchenleitung ratifiziert (Überarbeitung 2007).

2001 erschien das Fachbuch „Sterbende und ihre Angehörigen begleiten“, das unter der Leitung von Oberkirchenrat Volker Läpple und einer Gruppe von Mitarbeitenden der Hospizarbeit, der Notfall- und Klinikseelsorge erarbeitet wurde.

Im November 1996 wird das Hospital für Palliative Medizin in der Trägerschaft des Ev. Regionalverbandes Frankfurt eröffnet – die erste Einrichtung dieser Art im Gebiet der Landeskirche (inzwischen: Umwandlung in ein evangelisches Hospiz). In die Leitung dieses Hauses war eine Pfarrerin einbezogen, die auch Mitglied des „Sprecherinnenrates“ war und zunächst gesamtkirchliche hospizliche Aufgaben wahrnahm.

Von Anfang an bemüht sich die AG Hospiz um die Errichtung von regionalen Hospizpfarrstellen zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit und zur Stärkung der theologischen Kompetenz der Hospizbewegung. Im Mai 2002 wird in Rüdesheim (Dekanat Bad Schwalbach) die erste regionale Pfarrstelle für Hospizarbeit und Krankenhausseelsorge errichtet.
Im April 2004 verabschiedet die Kirchenleitung die „Rechtsverordnung über den Sollstellenplan für regionale Pfarrstellen“. Danach können Dekanate nach Erstellung einer entsprechenden Konzeption je eine halbe regionale Pfarrstelle für „Alten-, Kranken- und Hospizseelsorge“ beantragen. Damit wird die Hospizarbeit strukturell im Pfarrstellenplan der EKHN verankert.

Zur Zeit (Stand: Februar 2012) gehören zur AG Hospiz 29 regionale Hospizgruppen mit ca. 2500 Mitgliedern und ca. 500 ehrenamtlich Mitarbeitenden. Der Arbeitsschwerpunkt der Mitgliedsgruppen liegt in der ambulanten Hospizarbeit; jedoch gehören zur AG Hospiz auch die Trägervereine der stationären Hospize Frankfurt und Darmstadt.

Aktuelles

Mitgliederversammlung

27.04.2017